BABÓLNA
ERKUNDET JETZT DAS HAUSBOOT
VON DAGMAR FORELLE

IN DER KOLONIE „KUHLE WAMPE”
AN DER GROSSEN KRAMPE
NAHE DEM MÜGGELSEE.

DORT WIRD ER BLEIBEN.

Überall
zu jeder Zeit

Babólna hat immer das Treibholz seines Schiffs „Esperanza” dabei. Er denkt noch oft wehmütig daran, wie es am Kap Finisterre versank.

Das kleine gelbe Segelboot ist ein Talisman, der ihn vor weiteren Schiffbrüchen bewahren soll.

Hausboot von Dagmar Forelle
Kolonie
„Kuhle Wampe”
Berlin

Über die Kolonie und ihre Bewohner wurde 1932 ein Film gedreht ... Das Drehbuch haben Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt und Slatan Dudow — der auch Regie geführt hat — geschrieben, die Musik dazu kommt von Hans Eisler.

In dem Film wird das Wachsen der Jugend aus kleinbürgerlicher Enge in die proletarische Solidarität, in diesem Fall von Sportverbänden, gezeigt. „Kuhle Wampe” war der einzige eindeutig kommunistische Film der Weimarer Republik und wurde unter großen Schwierigkeiten unabhängig produziert.

Rund ein Viertel der Szenen mußte in zwei Tagen abgedreht werden. Nach seinem Erscheinen wurde der Film von der Zensur verboten, weil er angeblich den Reichspräsidenten, die Justiz und die Religion beleidige.

Nach heftigen Protesten von Künstlern und Kritikern und einem Umschnitt wurde das Verbot aufgehoben. Brecht machte später dem Zensor das ironische Kompliment, er sei einer der wenigen gewesen, die den Film wirklich verstanden hätten; dieser habe z. B. ganz klar gesehen, daß der Selbstmord des jungen Arbeitslosen nicht individuell, sonderntypisch gemeint sei.